WARUM INFLUENCER MARKETING VON SO VIELEN NOCH IMMER BELÄCHELT WIRD…

– …ist mir persönlich schleierhaft.

Ich arbeite jetzt seit 13 Jahren in diesem Bereich, auch, wenn es weder die Terminologie noch eine Plattform wie Instagram zu diesem Zeitpunkt überhaupt gab.

Aber klassisches Product Placement funktionierte auch da schon, wenn man es
richtig anstellte. Genau wie heute: Entweder mit entsprechendem Budget, um einen reichweitenstarken Celebrity bezahlen zu können (eine auch salesgetriebene Maßnahme) oder eben mit mehreren unbekannteren Künstlern (in meinem Fall überwiegend aus der Musikbranche) in der Hoffnung, so eine Markenbekanntschaft aufbauen und am Brand Building arbeiten zu können.

Aber über die Jahre entwickelte sich dieses Thema natürlich zu DER Marketingdiskussion und natürlich kenne auch ich die Vorurteile gegenüber dieser Form von Business.

Influencer sind auf sämtlichen reichweitenstarken Social Media Plattformen vertreten und seit Jahren schon peitschen sie den Konsumgütermarkt voran.
Und je länger es dieses Geschäftsmodell gibt, desto mehr Professionalität stellt sich ein – der Anspruch der Influencerbranche ist mittlerweile sehr hoch geworden. Doch diejenigen, die dieses Thema noch immer ignorieren, fast schon so, als sei es gar nicht existent, obwohl gerade sie sich dringend aufgrund ihrer Position in einem Unternehmen damit auseinandersetzen sollten, nehmen diese Form von Arbeit einfach nicht ernst.

Darum möchte ich es mir zum Abschluss dieser Woche nicht nehmen lassen, mich zumindest kurz zu der Branche, gängigen Vorurteilen und meiner Arbeit zu äußern.

Natürlich gibt es Negativ-Beispiele, die immer wieder auffallen und den Ruf der anderen „runterziehen“. Und durch sowas fehlt oft das Verständnis für diese Form von Marketing, was sehr bedauerlich ist, da immer mehr Influencer sehr professionell arbeiten und qualitativ hochwertige Inhalte erstellen. Und für mich war es dann diese Erkenntnis, gepaart mit einer ordentlichen Portion Erfahrung in der Exekutiven, mich auf die Herausforderung einzulassen, eine Plattform wie yimify ins Leben zu rufen. Klar, wir sind noch lange nicht dort, wo wir hinwollen aber unsere ersten Gehversuche zeigen doch deutlich, dass wir auf einem guten Kurs sind.

yimify ist der Vermittler zwischen Unternehmen und Influencer. Wir arbeiten hauptsächlich mit Kunden im B2C-Sektor, mit Konsumgütern wie Modeartikeln, Food & Beverages, Kosmetikprodukten aber auch Firmen aus der Fitness, Travel und Automobilbranche. Sprich, yimify hilft dabei, dass beide Seiten zueinander finden. Agenturen oder eben auch die Marken selber – alle können mit unseren Insights arbeiten und so ihr Influencer Marketing effizienter abbilden.

yimify ist eine Technologie, mit der man anhand von unterschiedlichen, individuellen Kriterien die für sich passenden Influencer herausfiltern kann. Was wir anbieten, ist eine SaaS-Lösung, keine Agenturdienstleistung. Natürlich beraten wir auch gerne, wenn wir können aber der Sinn ist eben der, dass jeder einen transparenten Zugang zu der Influencerthematik bekommt um effiziente Kampagnen aufsetzen und abwickeln zu können.

Ganz wichtig ist hierbei auch zu verstehen, dass ein Tool wie yimify einem das Marketing nicht gänzlich abnimmt, sondern eine unterstützende Funktion hat. Es ist wichtig, mit den Influencern ins Gespräch zu gehen, sich eine Community aufzubauen. Es geht hier immer noch um people business, nicht um die Platzierung eines Werbebanners.

Oft kriege ich auch die Frage gestellt, warum unser Tool nicht ausspuckt, was ein Post wert ist – nach dem Motto: Profil mit 100k Followern = x €uro. Wir arbeiten daran, Empfehlungen/Tendenzen anzeigen zu können aber es spielen tatsächlich SO viele Faktoren eine Rolle, dass man sich hier auch schnell auf dünnes Eis bewegt.

Dadurch, dass man in einem Start-up ja überall anpacken muss und ich somit sehr viel mit dem Thema Sales in Berührung komme, was in vorherigen Jobs nur sehr bedingt auch mal meine Baustelle war, „begegne“ ich auch vielen Menschen, die unsere Arbeit und die Branche nicht verstehen (wollen). Genauso auch auf Messen und Seminaren. Manche finden sie sogar lächerlich und nehmen sie nicht ernst, was ich persönlich sehr schade finde.

Aber hey, jedem das Seine, oder nicht ?! Man sollte immer mit offener Mentalität auf andere zugehen und sie ernst nehmen. Am Ende spricht der Markt, ob es einem gefällt oder nicht (und er hat bereits gesprochen).
Wenn man sich nicht drauf einlässt und wirklich intensiv mit dem Thema auseinandersetzt, kann man sich auch nur schwer eine fundierte Meinung erlauben. Ist so. Die Branche ist so schnelllebig und es ist echt nicht immer ganz leicht, mit den Entwicklungen und Neuigkeiten mitzuhalten. Gleichzeitig ist DAS aber auch das Schöne am Ganzen. Es passiert einfach so viel und dadurch bleibt es spannend und abwechslungsreich.

Ich persönlich würde mir wünschen, dass die Öffentlichkeit sensibilisierter mit dem Thema umgeht und viel mehr noch, dass Unternehmen mehr Bewusstsein für diese Form von Marketing entwickeln und sich dementsprechend besser aufstellen. Wir leben in 2020 und Influencer-Marketing kann sehr profitabel für beide Seiten sein.

Daniel Klein, Co-Founder yimify

Bildquellen

  • yimify Handy: @ yimify.com