FROM FOUNDERS, FOR FOUNDERS. RECAP.

Barack Obama. Jessica Alba. Drew Houston. David Limp.

Natürlich waren auch wir bei yimify sehr gespannt auf dieses Event. Der Deal, dort als Start-up teilzunehmen, war auf jeden Fall ein No-Brainer und so kümmerten wir uns schon früh darum, auch mit dabei sein zu können und die Erwartungen waren hoch – und das war noch bevor wir wussten, mit welchen Hochkarätern wir es letztendlich dort zu tun haben werden.
Aber als Start-up auf Investorensuche, glaubten wir hier auf jeden Fall richtig zu sein, auch, wenn wir im Vorfeld auch solche Stimmen hörten, die sagten, dass die Veranstaltung eigentlich nur eine große Party für VCs ist, dort aber eigentlich kein Geld fließt – auch nicht im Nachhinein.

Was die Orga angeht, Hut ab. Fragen im Vorfeld wurden meist noch am selben Tag beantwortet und auch sonst war man immer genauestens über alles informiert – auch wenn die Vielzahl an Mails kurz vor dem Event dann doch ein wenig nervig war.

Die nachhaltigste Botschaft der Bits & Pretzels Gründer war wohl: „Glaubt an euch, überwindet Grenzen und habt eine gute Zeit.“
Und DIE hatten wir zweifelsohne!

Noch vor 5 Jahren ein Event mit 150 Teilnehmern, ist die Bits & Pretzels nun ein Gipfeltreffen der Gründerszene, mit hochkarätigen, inspirierenden und informativen Panels und Pitches und mehr als 5.000 Teilnehmern. #Respekt

Zwei der großen Themen dieses Jahr: „Impact“ und „Diversität“, da die Tech-Branche noch immer stark von Männern dominiert ist. Auch Obama äußerte im Gespräch mit Britta Weddeling, Editor-in-Chief bei Bits & Pretzels, wie wichtig es sei, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Frauen wohler fühlen, ihre Stimme zu erheben. Unternehmen seien erwiesenermaßen erfolgreicher, wenn sie heterogen aufgestellt sind.

Aber auch jenseits der großen Bühnen war einiges geboten: Matchmaking-Runden, Start-Up-Pitches und Rundumversorgung von Feinkost Käfer, ergänzt durch die eine oder andere Erfrischung vom Weißbierkarussell. Aber fangen wir doch (aus unserer Sicht) von vorne an…

Tag 1:
Alle warten auf das große Opening. Die im Vorfeld längeren Wartezeiten wegen entsprechender Sicherheitskontrollen (#SecretService) fielen nicht weiter auf – auch hier einer guten Organisation gedankt.

Ansage: Während Obama auf der Bühne spricht, sind keine Fotos und Social Media Aktivitäten erlaubt, erklärt Harry G. via Video-Schalte.

Host Dan Ram eröffnet die 5. Gründermesse, unterstützt von Blasmusik à la Marching Band! Schönes Opening.

Es betreten die drei Gründer der Bits & Pretzels in Tracht die Bühne: „It is on us to build, start, inspire. It is on us to make a change and have a positive impact on the world.“ #Amen

Das Bits & Pretzels Team begrüßt Britta Weddeling und Dominik Wichmann auf der Bühne.

Als nächstes hält Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger eine Rede über die Bedeutung des „Gründerlands Bayern“ – hat er sich definitiv nicht ausgesucht, bringt sein Amt aber wohl so mit sich. „Sis conferänz brings piepel togäsa from oll ova se wörld…wis 5.000 partissipischns“. Klar wird geschmunzelt aber er schlägt sich wacker.

Reid Hofmann, Co-Founder von LinkedIn, der wohl schon was länger auf der Wunschliste der Veranstalter stand aber erst 3 Wochen vorher zugesagt hat, spricht über sein Buch „Blitzscaling“ und seine 5 Strategien, ein Start-up möglichst schnell und effizient zum Erfolg zu bringen. Abgesehen vom Thema Blitzscaling spricht er sich für künstliche Intelligenz und technischen Fortschritt aus. „Künstliche Intelligenz ist keine bedrohliche Science Fiction, sondern werde jeden einzelnen bereichern. Statt sie zu fürchten, sollten wir sie als Chance sehen, die unsere Leben und uns Menschen besser machen kann.“

Dann das Highlight: „Popstar“ Barack Obama. Harry G war hier bereits vergessen, so ziemlich jeder hat sein Handy in der Hand.
Der Präsident spricht über Diversität, Bildung und Lösungen für den Klimawandel. Die Zeit fliegt und ich werde den Eindruck nicht los, dass Britta Weddeling durchaus mehr aus ihm hätte rauskitzeln können. Schade, aber dennoch ein Erlebnis, dass wohl jeder in Erinnerung behalten wird. Und eines hat er auf jeden Fall deutlich gemacht: Um die großen globalen Themen wie Klimawandel, Gleichberechtigung und Armut positiv zu beeinflussen, müssen ALLE gemeinsam anpacken denn Tech hilft zwar, aber nicht nur.

Danach hieß es für uns 6 Stunden lang unseren eigenen Stand betreuen. Es gab zwar einige Interessenten aber wirklich viel Endkundenpotenzial, bietet diese Messe leider nicht. Hier geht es in erster Linie ums Networken und die Möglichkeit, Kontakte zur Kapitalbeschaffung zu knüpfen. Deswegen waren wir auch entsprechend gespannt auf Tag 2.

Beendet wurde dieser erste Tag durch die After Party auf der Münchener Prater Insel.

Tag 2
Britta Weddeling interviewt in einem der ersten Panels des Tages David Limp, Senior Vice President Amazon Devices and Services. Im Mittelpunkt steht Amazons Voice-Service Alexa. Limp gesteht ein, dass Amazon in der Vergangenheit teilweise zu leichtsinnig Userdaten gesammelt, verarbeitet und genutzt hat. Er verspricht, dass sich dies künftig ändern wird.

Der nächste Gast auf der Center Stage ist Donna Carpenter, Co-Geschäftsführerin von Burton Snowboards. „Gute, energiegeladene Tage mit frischem Powder, mühsame Tage mit schlechten Wetterbedingungen und demotivierter Tagesform. So ähnlich fühlt sich auch das Gründerleben an. Das Geheimnis ist Durchhaltevermögen. Manchmal hängt Erfolg nicht nur von Leidenschaft ab, sondern davon, sich nicht von widrigen Umständen unterkriegen zu lassen.“

Elsa Bernadotte, die am ersten Tag bereits auf der Opening Ceremony kurz vor Barack Obama sprach, erzählt auf der Academy Stage die Geschichte ihres Social-Start-Ups Karma, das sich der Aufgabe verschrieben hat, Essensabfälle zu reduzieren. 450.000 Tonnen konnten laut Unternehmensangaben über die App bisher gerettet werden. Sie warnt davor, sich zu übernehmen. Ein MVP sei dazu da, die Idee erst einmal validieren zu lassen. Danach könne man sich Gedanken um Skalierung machen.

Die Zukunft von Start-ups in Europa – ein Talk mit Frank Thelen, Valentin Stalf (N26), Ida Tin (Clue), Nicolass Brusson (BlaBlaCar) und Sebastian Matthes (Head of Digital, Handelsblatt).
„Wir brauchen mehr Einhörner und umso mehr größere Unternehmen für Europa, um nicht hinten dran zu sein“, sagt Startup-Investor Frank Thelen über die Zukunft von Start-ups in Europa im Gespräch mit Sebastian Matthes, Head of Digital von Handelsblatt.
Er fordert mehr Fördergelder für europäische Gründer und Startups. „Das ist wichtig für die Zukunft von Arbeitsplätzen, den Marktanteil und den Erfolg von Tech-Unternehmen in Europa.“ Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, sei ein gutes Beispiel. Er hat zuletzt fünf Milliarden Euro gespendet. Ida Tin von Clue sagt: „Wir brauchen mehr Diversität in der Startup-Szene – nicht nur bei Investoren, sondern auch bei den Gründern.“

Und dann, das große Finale: Die Closing-Keynote hält Jessica Alba. Die Schauspielerin gehört laut Forbes zu den reichsten Self-Made-Millionärinnen der USA. Das von ihr gegründete E-Commerce-Unternehmen The Honest Company produziert ökologische und schadstoffreie Kosmetik, Reinigungsmittel und Produkte für Babys, die inzwischen auch bei Douglas in sieben Ländern Europas zu haben sind. „Ich bin der Meinung: wenn du wirklich an etwas glaubst, dann kriegst du das hin. An alle Frauen, die keine Erfahrung im Gründen haben: Es ist nicht so schwer, ich habe es auch geschafft.“ Nur ein Unternehmen mit Diversität wird ein erfolgreiches Unternehmen werden, sagt sie.
Ihre drei persönlichen Tipps für ein erfolgreiches Business:
1. Lege Wert auf Details, denn Details sind wichtig.
2. Behalte dir deine Motivation bei. Sei der Spirit und das Licht des Unternehmens und übertrage es auf andere.
3. Umgebe dich mit Menschen, die schlauer sind als du.
Mit diesen letzten Sätzen endet der offizielle Teil der Bits & Pretzels.

Für uns ging es im Anschluss noch zu einem Networking-Event von MEDIAPLUS als Teil der Media Start-up Night.

Tag 3
Wiesn @Schottenhamel. Im Laufe des Vormittags gab es noch zwei weitere einstündige Networking-Events:
Zum einen die Captain Tables, an denen jeweils ein Repräsentant in höherer Funktion einer Unternehmung saß, mit dem man sich Austauschen konnte.

In der 2. Runde fand man sich an anderen Tischen zu einem bestimmten Topic ein, um dieses zu diskutieren.

Um 11:30 war der „Pflicht“-Teil dann vorbei und jeder konnte den Tag so ausklingen lassen, wie er/sie es für richtig hielt.
Wie das bei uns aussah, bleibt an dieser Stelle unser Geheimnis. #OansZwoaGsuffa

Es waren drei Tage voller Eindrücke, Inspiration, Motivation und jeder Menge neuen Kontakten aus den unterschiedlichsten Bereichen. Mit wem sich jetzt im Nachgang Synergien ergeben, wird sich zeigen. Wir hatten auf jeden Fall eine gute Zeit.
#Danke #BITS19

Bildquellen

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