RECAP

– Der DMEXCO Hype hat sich wieder gelegt. Wir bei yimify hatten uns eigentlich dazu entschieden, dieses Jahr nicht nach Köln zu fahren, um es uns dann relativ kurzfristig (2 Wochen vorher) noch mal anders zu überlegen. Irgendwie, wollten wir dann doch wieder dabei sein – gerade, weil die Erfahrungswerte aus dem letzten Jahr so positiv waren und es ja doch eine der bedeutendsten Messen in diesem Segment ist.

Also machten wir uns auf den Weg in die Domstadt um uns potenziell 40.000 Digitalen, als einer von 1.000 Ausstellern, vorzustellen.

Wie im Nachgang zu lesen war, waren die Veranstalter mit ihrem überarbeiteten Messekonzept, den anders als gewohnt verlaufenden Besucherströmen, der neuen App und dem „Future Park“ wohl sehr zufrieden. So wurde z. B. die App mit dem mobile Ticketing und dem digitalen Visitenkarten-Tausch, zu hunderttausendfach genutzt und der neue Future Park mit 175 Ausstellern mit wohl sehr positivem Feedback besprochen. Besagter Future Park sollte dieses Jahr der Ort sein, an dem sich innovative Start-ups präsentieren konnten, für die die sonstigen Hallen eine Nummer zu groß gewesen wären.

„Dieser „Work in Progress“-Gedanke hat uns bei der Gestaltung des Future Parks geleitet“, sagte Christoph Menke von der DMEXCO. „Und gemeinsam mit dem Lichtkonzept kam das bei Ausstellern wie Besuchern auch sehr gut an, weil es eben den Unternehmergeist vieler Start-ups widerspiegelt: Hier geht es nicht um den schicksten Stand, sondern die beste Idee und das ihr innewohnende Potenzial. Aber auch um den Austausch der Jungunternehmer untereinander. Für unsere Start-ups war es ein großer Schritt nach vorne im Vergleich zu den Präsenzen der Vorjahre, die vielfach nur aus Roll-ups, Tischen und Stühlen bestanden.“

Nun, unsere Erfahrungswerte sind leider etwas abweichend. Ja, die Aussage, die das „Design“ der Stände haben sollte, war verständlich („work in progress“), aber nur halbherzig umgesetzt und nicht wirklich zu Ende gedacht – also tatsächlich work in progress. Keine Frage: Die Sitzbank mit abschließbarem Stauraum war ein absolutes Plus, ein bisschen mehr Platz war auch aber damit hatte es sich eigentlich auch schon. Die Positionierung der Start-ups letztes Jahr fanden wir persönlich um einiges besser – ging es hier doch ausschließlich um die Start-ups (keine Ablenkung durch Marktgiganten) und waren hier doch wirklich alle „gleich“ und mussten durch ihre Inhalte überzeugen. Klar ist der zweite Messetag wahrscheinlich meist der tendenziell schlechter besuchte aber so deutlich wie dieses Jahr, war es 2018 auf jeden Fall nicht. Zumindest kam es uns und auch unseren Nachbarn so vor. Vielleicht war das auch mit den „anders als gewohnt verlaufenden Besucherströmen“ gemeint, denn letztes Jahr, waren die Start-ups nach unserem subjektiven Empfinden wesentlich besser frequentiert.

Die App ist auf jeden Fall ein lohnendes Element, um die Community besser zu vernetzen, bessere Orientierung und mehr Service zu bieten. Ist aber ja mittlerweile auch schon ein Branchenstandard (OMR, Bits & Pretzels), führt also eh kein Weg dran vorbei.

Wir wollen aber auch gar nicht alles schlecht reden. Für uns war es trotzdem ein zufriedenstellender Köln Aufenthalt mit guten neuen Kontakten im Gepäck, inkl. gelungener Standparties bei XING und Spotify und anschließendem „Turnup“ auf der OMR Aftershowparty im Bootshaus. Aber organisatorisch, vor allem im Vorfeld, mit Luft nach oben.