Ja oder nein?

– „Wie genau läuft das denn jetzt eigentlich mit diesen Influencern…?“ Viele Unternehmen setzen bereits auf sie. Noch viel mehr Unternehmen verschlafen allerdings die Möglichkeiten, die ihnen in diesem Sektor offenbart werden. Zeit sich zu öffnen.

Influencer sind in. Firmen reißen sich darum, Menschen mit großer Online-Gefolgschaft zu bezahlen, damit sie Produkte anpreisen. Aber ist das auch effizient? „Die zufällige Verbreitung von Information über beliebige Personen kann in vielen Fällen ökonomisch effizienter sein“, besagt eine Studie aus Stanford. „Das liegt daran, dass das Identifizieren von Influencern oft aufwändig sein kann“. Das ist schon richtig aber natürlich geht es auch in diesem jungen Bereich des Marketings darum, einen Plan zu haben und über die richtigen Kanäle zu kommunizieren. Und ja: Fake Follower sind ein Problem aber der Einsatz von z. B. Chatbots, die automatisiert Beiträge kommentieren, kann dauerhaft auch nicht im Interesse von Influencern mit einer professionellen Herangehensweise sein. Schließlich nimmt man dadurch mutwillig in Kauf, von der jeweiligen Plattform gesperrt zu werden. Außerdem zahlen diese Methoden langfristig nicht auf die Qualität des Accounts ein denn wenn Nutzer erkennen, dass getrickst wurde, ist die Glaubwürdigkeit verloren, die Reputation des Accounts dahin.

Fakt ist: Influencer posten beispielsweise Fotos bei Instagram oder Videos bei Youtube und erreichen damit hunderttausende Menschen da sie es geschafft haben, sich eine große Fangemeinde in sozialen Medien aufzubauen und daraus ein Business zu machen. Dahinter steckt harte (Aufbau-)Arbeit und irgendwann kommen die ersten Unternehmen auf sie zu oder sie akquirieren selber auch mal einen Kunden, der mit ihnen kooperiert und so lässt sich dann auch das erste Geld verdienen. Schließlich will man als Marke die Reichweite der Influencer für Werbebotschaften nutzen also zahlt man dafür auch.

Eine Zusammenarbeit passt aber nicht immer. Ein Konzept muss her, mit dem sich das Produkt gut präsentieren lässt. Wenn es an einem Konzept mangelt, überlegen sich professionelle Influencer eben auch, ob man der richtige Kunde für einen ist. Den Influencer in die Konzeption zu integrieren, kann ebenfalls ein lohnender Ansatz sein. Nimmt man das ganze ernst, trägt man ja auch als Influencer eine Art Verantwortung seinen Followern gegenüber, denn schließlich sorgt man im Idealfall dafür, dass die Follower zu Kunden der Firma werden, mit der man kooperiert.

Das Schöne am Influencer Marketing ist vor allem auch die Vielfalt. Klar, man denkt als erstes vielleicht an Mode, Beauty, Reise oder Lifestyle aber praktisch ist jedes Thema möglich. Wichtig ist nur, dass der Influencer eine hohe Affinität und bestenfalls Expertise mitbringt. Auch in den Bereichen Technik, Gartenarbeit oder Selbermachen („Do it yourself, DIY“) gibt es viele Möglichkeiten und bereits großes Interesse von Werbekunden.

Im Bereich Influencer Marketing passiert so viel, dass es Sinn macht, technische Entwicklungen und aktuelle Trends zu verfolgen. Die bereits erfolgreichen Influencer haben die Chance genutzt, sich früh auf neuen Plattformen wie Snapchat oder Instagram zu positionieren. Sie haben die Funktionsweise frühzeitig verstanden, schnell Reichweite aufgebaut und sich so zu eigenen Marken gemacht. Jetzt existieren die Netzwerke bereits ein paar Jahre aber es entwickeln sich ständig neue Möglichkeiten. Auf das schnelle Adaptieren neuer Funktionalitäten kommt es an.

Als Marke kann man sich in diesem Bereich auch langsam vortasten und muss nicht gleich Unsummen an Budget raushauen. Es müssen ja nicht direkt die Influencer mit zehntausenden von Followern sein. Es kann auch erst mal spannend sein, mit mehreren sogenannten Mikro-Influencern zusammenzuarbeiten. Das bietet eine große Reichweite, verteilt auf viele einzelne Kanäle. Weiterhin ist es auch möglich, Produkte unbezahlt – aber als Werbung gekennzeichnet – auf Accounts zu präsentieren und das Unternehmen zu verlinken. Ein solcher Post kann die Grundlage für eine künftige bezahlte Zusammenarbeit sein, wenn er ansprechend gestaltet ist und genau zur Botschaft des Unternehmens passt. Learning by doing.

Um genau all diese Punkte geht es bei yimify. Wir wollen gewinnbringende Kooperationen für beide Seiten vermitteln.
Die Welt verändert sich und die oft besungene digitale Transformation macht auch vor dem Marketing nicht Halt.

Bildquellen

  • Fragezeichen: #169729284 – © nito – Fotolia