Ansätze, um künftig noch erfolgreicher zu sein

– Marketing mit Influencern – alle reden darüber. Lob und Verteufelung, das Thema wird heiß diskutiert. Vielleicht können wir etwas mit auf den Weg geben, um erfolgreich zu starten.

Es stellt sich doch immer wieder die Frage, was sinnvoller ist: Mehrere Influencer mit kleinerer Followerzahl oder vielleicht doch lieber die Großkaliber? Natürlich können Influencer mit großer Gefolgschaft einen erheblichen Impact für eine Marke haben aber leisten können sich das auch nur die big player. Es gibt aber trotzdem Möglichkeiten auch mit kleinen Budgets den Kanal Influencer Marketing erfolgreich zu bespielen.

Influencer mit Reichweiten bis 35.000 Followern haben nicht selten ein beachtliches Engagement. Das spricht für ihre Beliebtheit innerhalb ihrer Zielgruppe und auch dafür, dass ihr Wort Gewicht hat. Vorsichtig ist bei Influencern geboten, die in spätestens jedem zweiten Post eine andere Marke bewerben. Es gilt zu analysieren, in welchem Markenumfeld sich der Influencer bewegt und ob sein Auftreten nach außen authentisch ist. Für viele verschiedene Produkte zu werben, kann die Glaubwürdigkeit gegenüber dem Kunden extrem verringern. Man erkennt häufig in der Kommunikation, ob ein Influencer Interesse an einer nachhaltigen Zusammenarbeit hat.

„Aber woran erkenne ich, ob die Zusammenarbeit erfolgreich war?“

Natürlich ist die Anzahl der Follower eine relevante Größe, aber nicht zwingend die wichtigste. Die Engagement Raten (wie Follow/Like-Ratio, Follow/Comment-Ratio und Like/Comment-Ratio) müssen qualitativ analysiert werden und diese KPIs genutzt werden, um die besten 25 Prozent der potenziellen Influencer herauszufiltern. Auch die Qualität der Kommentare, welche Personen liken und kommentieren, spielt eine große Rolle. Wie bindet der Influencer die Marke ein? Erwähnt er die Marke im Text oder markiert er sie im Bild? Das sollte alles vorher geklärt sein, um ungewollte Überraschungen zu vermeiden.

Ein weiterer Punkt, der für böse Überraschungen sorgen könnte, ist die Dauer der Posts. Einige Influencer löschen ihre Werbeposts nach gewisser Zeit wieder. Das sollte vorab geklärt werden und berechtigt dann auch zu der Frage, wie sehr sich der Influencer wohl bei einem Löschvorhaben mit der Marke wirklich identifiziert.

Es braucht schon ein bisschen Zeit und mehrfach Kontakt zu einer Marke, bis ein potenzieller Kunde auch zum Käufer konvertiert. Somit kann es in einer Strategie schon vorteilhaft sein, auf Kontinuität mit einer Auswahl von Influencern zu setzen. Auch der Influencer erhöht seine Glaubwürdigkeit, wenn er über einen bestimmten Zeitraum x die gleiche Marke bewirbt. Das führt beim Nutzer zu der Wahrnehmung, dass sich der Influencer wirklich mit der Kampagne/der Marke identifiziert.

Klar sollte man zunächst testen, welche Influencer gut zur Marke passen, wie eine Zusammenarbeit von statten geht und ob die Kommunikation stimmt aber dann kann es durchaus Sinn machen, Influencer direkt für einen längeren Zeitraum an einen zu binden und auch einen dementsprechenden Deal zu vereinbaren. Der Preis kann auf den einzelnen Post runter gebrochen auch sicherlich nach unten korrigiert werden.

Und zu guter Letzt: Wir bewegen uns hier auf einem sehr „lockeren“ Branchenzweig. Man begegnet sich auf Augenhöhe und ist oftmals gleich per du. Nichtsdestotrotz geht es hier ums Geschäft und genau deswegen sollte man alle Absprachen mit einem Influencer auch schriftlich festhalten und in einem Vertrag fixieren. Vielleicht nicht bei jedem kleinen Product for Post Deal (bleibt abzuwägen) aber bei budgetierten Deals ganz sicher. So gibt es kein Vertun und alle sind auf der sicheren Seite.

Der Rest kommt, wie so oft, mit der Zeit: learning by doing und bloß keine Scheu!

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