DAS GEHEIMNIS EINER EFFEKTIVEN SOCIAL-KAMPAGNE…

…laut Eva Chen, Instagram Director für fashion partnerships.

Auf Instagram bist du nur einer von einer Milliarde – und es ist keine leichte Aufgabe, in dieser Menge die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Laut Eva Chen, Instagram-Direktorin für Mode-Partnerschaften, gibt es jedoch Möglichkeiten, die Reichweite einer Brand zu maximieren.
„Einer der Punkte, die ich häufig anspreche, ist, dass Sie sich vor Augen halten müssen, dass Ihre Inhalte als Marke neben denen von anderen Menschen stehen“, sagte Chen auf dem All Market Summit in New York City. „Sie sind neben einer Schwester, die gerade ein Baby bekommen hat, der College-Mitbewohnerin, die in Mexiko-Stadt Urlaub macht – Ihre Inhalte als Marke sind von vielen anderen Menschen umgeben“. Ich halte es als für enorm wichtig Inhalte zu kreieren, die sich persönlich anfühlen. Bezogen auf unsere Modekunden sage ich immer, sie sollen nicht nur ihr Lookbook posten. Das ist langweilig. Zeigt die Hintergründe. Zeigt den Friseur, wie er sich mit einem Fächer Luft zu wedelt und dabei versucht, das Haar perfekt zu machen. Das ist einfach so viel überzeugender.“

Ziel ist es, den Inhalten eine persönliche Note zu verleihen, sagte Chen, die vor ihrer Rolle bei Facebook (FB) Instagram Chefredakteurin von Conde Nasts Lucky Magazine war. Auf ihrer persönlichen Instagram-Seite, auf der sich Posts zwischen High-Fashion-Fotos, Action-Shots und einem geschmackvollen Abwechseln von Fotos ihrer Hunden und ihren Kindern, schwebt ihre Follower-Zahl nördlich von 1 Million. Sie sammelte die meisten davon, noch bevor sie zum Social Media-Giganten stieß.

„Ich neige einfach dazu, nicht zu überdenken, was ich poste“, sagte Chen und fügte hinzu, dass „Experimentieren entscheidend ist“, wenn es darum geht, eine Social-Media-Strategie zu entwickeln. „Ich habe einen Freund, der buchstäblich 20 Minuten braucht, um eine Instagram-Story zu posten. Diese Stories verschwinden nach 24 Stunden. Wenn ich das aus der Markenperspektive und sogar aus meiner persönlichen Perspektive betrachte, ist dieses Überdenken der Tod von Instagram“.

In der siebenjährigen Geschichte von Instagram als Teil des Facebook-Ökosystems hat sich Instagram zu einer der lukrativsten Kräfte des Mutterunternehmens entwickelt, mit denen Einzelpersonen, Marken und Werbetreibende Inhalte verbreiten und so die Fangemeinde steigern können.

Instagram hat im vergangenen Juni 1 Milliarde aktive Nutzer pro Monat erreicht und ist damit etwa halb so groß wie Facebook. Rund drei Millionen Werbetreibende nutzen mindestens einen der Kanäle Instagram, Facebook oder WhatsApp, welches ebenfalls zu Facebook gehört. Fünfhundert Millionen Menschen nutzen jeden Tag Instagram Stories – diese kurzlebigen, verschwindenden Posts.

Als eigenständiges Unternehmen wurde der Wert von Instagram auf über 100 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Im Laufe des vergangenen Jahres hat die Plattform kontinuierlich neue Monetarisierungsbemühungen vorangetrieben, darunter eine im März eingeführte Check-out-Funktion, mit der Benutzer Artikel direkt über die Social-Media-App kaufen können. Und es wird zu einem Inkubator für eine Reihe von „Influencern“ oder Nutzern mit wichtigen Followern, die in der Regel Beiträge zu einem bestimmten Thema verfassen, um Geld zu verdienen, indem sie ihre eigene Schlagkraft einsetzen.

Die Popularität der Plattform – ebenso wie die Konzentration auf Likes und Follower, um das Engagement zu quantifizieren – hat sich in einigen Fällen auch zu einem Nährboden für Probleme mit dem Selbstwertgefühl und zu einem ungesunden Wettbewerb entwickelt. In einer häufig zitierten britischen Studie der Royal Society for Public Health aus dem Jahr 2017 wurde Instagram als schädlichste Social-Media-Plattform für die psychische Gesundheit junger Menschen eingestuft.

In dem Bestreben von diesem Image weg zu kommen, hat Instagram im Mai in Kanada begonnen, ein System ohne vergleichbare Eigenschaften zu testen, bei dem die Anzahl der öffentlichen Likes in Foto- und Videopostings ausgeblendet wird. Die Plattform erweiterte diesen Test später auf andere Regionen wie Australien, Brasilien und Japan.

„Der Gedanke der dahinter steckt, dass wir diese Zahlen nicht als erstes wahrnehmen, besteht darin, Ausdruck und Kreativität freizusetzen. Es ist möglicherweise nicht so relevant für diejenigen von euch, die bei großen Marken arbeiten, die Zehntausende von Likes haben “, sagte Chen. „Aber versetzen Sie sich in die Lage eines 15-Jährigen, der ungefähr eine Stunde damit verbracht hat, über das nachzudenken, was er posten soll. Und wenn dieser Teenager dann nicht die Anzahl von Likes bekommt, nimmt er das Bild vielleicht sogar wieder runter und das kratzt am Selbstbewusstsein. Instagram möchte wirklich die sicherste und freundlichste Plattform sein. Und so ist dies ist nur ein Schritt, den wir testen um herauszufinden, wie die Reaktionen sind. Und bisher sind wir sehr zufrieden.“

Bildquellen

  • Eva Chen: prateek-katyal-xv7-GlvBLFw-unsplash