Nutzungsbedingungen
für Advertiser

§ 1 Vertragsgegenstand

(1) Die nachstehenden Nutzungsbedingungen sind Bestandteil eines jeden Vertrags zwischen der yimify GmbH (in Gründung), Prinzregentenstraße 149, 81677 München (im Folgenden Anbieter genannt) und dem Advertiser.

(2) Der Anbieter erbringt seine Leistungen ausschließlich auf Grundlage dieser Nutzungsbedingungen. Andere Bedingungen werden nicht Vertragsinhalt, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.

(3) Vertragspartner des Anbieters können nur Unternehmer werden, d.h. Personen, die in Ausübung ihrer gewerblichen Tätigkeit handeln. Der Anbieter ist daher berechtigt, entsprechende Nachweise von dem Advertiser zu verlangen.

(4) Der Anbieter gibt dem Advertiser die Möglichkeit, sich auf dem Influencer-Portal des Anbieters (im Folgenden Portal) zu präsentieren und Kampagnen für Influencer zu platzieren. Influencer haben auf diese Weise die Möglichkeit, mit dem Advertiser in Kontakt zu treten. Der Anbieter vermittelt auf diese Weise dem Advertiser zum Zweck des Abschlusses von Geschäften Kontakte zu Influencern. Für jede Vermittlung erhält der Anbieter eine Provision.

(5) Der Vertragsschluss findet ausschließlich zwischen dem Advertiser und dem Influencer statt. Der Anbieter wird keine Vertragspartei, sondern ist lediglich Vermittler.

(6) Die Präsentation des Advertisers ist kostenpflichtig. Die Höhe der Grundgebühr wird auf dem Portal genannt.

(7) Die Bezahlung erfolgt dabei in der auf dem Portal beschriebenen Zahlungsart und Zahlungsweise.

§ 2 Definitionen

(1) Advertiser ist eine natürliche oder juristische Person, die auf mobilen und digitalen Medien der Influencer wirbt und gegenüber den Influencern gemäß den vereinbarten Konditionen entgeltpflichtig wird. Advertiser können nur Unternehmen im Sinne von § 1 Abs. 3 dieser Nutzungsbedingungen sein.

(2) Influencer ist eine natürliche oder juristische Person, Inhaber bzw. Betreiber digitaler Medien (Webseiten, YouTube, Instagram, Blogs, Facebook, Snapchat, Twitch, Pinterest, Xing oder LinkedIn), der verlinkte Werbeflächen zur Verfügung stellt, die an Advertiser vermittelt werden. Influencer können nur Unternehmen im Sinne von § 1 Abs. 3 dieser Nutzungsbedingungen sein.

§ 3 Leistungen des Anbieters

(1) Der Anbieter vermittelt dem Advertiser zum Zweck des Abschlusses von Geschäften Kontakte zu Influencern. Zu diesem Zweck bewirbt und platziert der Anbieter den Advertiser auf dem Portal des Anbieters. Darüber hinaus kann der Advertiser weitere Zusatzleistungen (z.B. Chat, Analyse, Campaign Management, Tracking, Payment etc.) buchen.

(2) Der Anbieter wird den in der Internetbranche üblichen Aufwand betreiben, um zu gewährleisten, dass das Online-System 24 Stunden am Tag zu 99,00 % im Jahresmittel verfügbar bleibt. Ausgenommen hiervon sind Unterbrechungen, die für erforderliche Wartungsmaßnahmen üblich sind oder durch Dritte, nicht mit dem Anbieter verbundene Unternehmen verschuldet sind. Sollte das Online-System gleichwohl ausfallen, wird sich der Anbieter im Rahmen seiner Möglichkeiten sofort bemühen, die Verfügbarkeit wiederherzustellen. Die Parteien erkennen an, dass in Ausnahmefällen eine geringe Anzahl von Transaktionen vom Online-System nicht erfasst bzw. protokolliert werden können. Ein Anspruch gegen den Anbieter seitens des Advertisers besteht hieraus nicht.

(3) Der Anbieter garantiert dem Advertiser keine Mindestanzahl an vermittelten Kontakten. Darüber hinaus wird von dem Anbieter keine Garantie dahingehend übernommen, dass nach einer Kontaktvermittlung auch tatsächlich ein Vertragsabschluss zustande kommt.

(4) Der Anbieter übernimmt keine Haftung hinsichtlich der Richtigkeit der Influencerdaten.

(5) Der Anbieter sichert dem Advertiser keine Exklusivität zu, es sei denn, der Anbieter hat ausdrücklich und schriftlich etwas anderes erklärt.

§ 4 Vermittlung

Eine Vermittlung im Sinne dieses Vertrages liegt vor, wenn ein Influencer über die Webseite des Anbieters Kontakt zu dem Advertiser aufnimmt und es zu einem Vertragsschluss zwischen dem Advertiser und dem Influencer kommt.

§ 5 Leistungen des Advertisers

(1) Der Advertiser pflegt selbständig die erforderlichen Daten und Inhalte in das System auf dem Portal im geschützten Administrationsbereich für Advertiser ein.

(2) Alle vom Advertiser eingegebenen Daten und Inhalte müssen zutreffend, vollständig und aktuell sein. Der Advertiser verpflichtet sich, die geltenden Gesetze zu beachten. Die Prüfungspflicht herfür obliegt allein dem Advertiser. Änderungen hat der Advertiser unverzüglich nach Änderungseintrit selbständig in das System auf dem Portal im geschützten Administrationsbereich für Advertiser einzupflegen.

(3) Für die vom Advertiser eingegebenen Daten und Inhalte haftet allein der Advertiser.

(4) Dem Advertiser stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung, Kampagnen an die Influencer zu vergeben:

  1. a) Der Advertiser erstellt eine Kampagne und lädt diese sowie die Rahmenbedingungen (im Folgenden: Guideline) auf das Portal hoch. Die Kampagne sowie die Guideline werden dort veröffentlicht und für alle Influencer angeboten. Influencer haben die Möglichkeit, sich in einem Bewerbungsprozess an den Advertiser zu wenden und sich für die Kampagne zu bewerben.
  2. b) Der Advertiser erstellt eine Kampagne, legt eine Guideline fest und sucht über das Suchtool auf dem Portal gezielt nach einem Influencer. Der Advertiser wendet sich in dem Fall direkt an den Influencer und übermittelt diesem ein Angebot zu der Kampagne.

(5) Für die Dienstleistungen des Influencers stehen zwei Vergütungsmodelle zur Verfügung:

  1. a) Freebies/Produkte: Der Influencer erhält als Vergütung für seine Dienstleistung lediglich das zu bewerbende Produkt vom Advertiser. Darüber hinaus steht dem Advertiser die Möglichkeit offen, an den Influencer zusätzlich eine Vergütung bis zu einem Betrag in Höhe von 100,00 Euro zu zahlen.
  2. b) PayPerPost/direkte Vergütung für Posting/Video/Content: Der Influencer erhält als Vergütung für seine Dienstleistung ein Entgelt, dessen Höhe sich nach dem Marktwert des Influencers bemisst. Der Marktwert des Influencers wird dabei von dem Anbieter anhand seiner Followeranzahl, der Statistik seiner Engagement-Rate und anhand der Frage, ob er eine an- oder absteigende Follower-Zahl hat, bestimmt.

(6) Das genaue Vergütungsmodell sowie die genaue Höhe der Vergütung ergibt sich aus der Kampagnenofferte des Advertisers. Dabei gibt es für beide Seiten, d.h. sowohl für den Influencer als auch den Advertiser, die Möglichkeit, die Dienstleistungen des Influencers sowie die Vergütung nachzuverhandeln.

(7) Im Falle der Freebees/Produkte-Vergütung erfolgt der Versand des jeweiligen Produkts direkt vom Advertiser an den Influencer. Im Übrigen erfolgt die Vergütung des Influencers durch den Advertiser über das Portal.

(8) Dem Advertiser ist es untersagt, durch direkte Absprachen mit dem Influencer die Entstehung des Provisionsanspruches für den Anbieter zu vereiteln. Bei Zuwiderhandlung wird die Vermittlungsprovision auch ohne Vertragsschluss sofort fällig.

(9) Dem Advertiser ist bekannt, dass der Vertragsschluss zwischen ihm und dem nach diesen Nutzungsbedingungen vermittelten Influencern ausschließlich zu den Nutzungsbedingungen, die zwischen dem Anbieter und dem Influencer gelten, zustande kommt. Der Advertiser hat daher seine eigenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen entsprechend anzupassen.

6. Registrierung auf unserer Internetseite

(1) Der Anbieter erhält von dem Advertiser pro Vermittlung eine Provision, deren Höhe auf dem Portal näher dargestellt wird. Der Provisionsanspruch ist stornofrei und besteht für jede Vermittlung i.S.d. des § 4 dieser Nutzungsbedingungen, unabhängig davon, ob der Influencer dem Advertiser bereits bekannt war oder ob der Advertiser bereits mit dem Influencer in Geschäftsbeziehung stand bzw. steht.

(2) Der Provisionsanspruch entsteht, sobald es zum Vertragsschluss zwischen dem Advertiser und dem Influencer gekommen ist und unabhängig davon, ob der Influencer seine Leistung vertragsgerecht erbringt.

(3) Kommt der Vertrag zwischen dem Advertiser und dem Influencer wegen eines Grundes nicht zustande, den der Advertiser zu vertreten hat, fällt die Provision entgegen § 6 Abs. 1 dieser Nutzungsbedingungen gleichwohl an. Die Höhe der Provision bestimmt sich so, als wäre der Vertrag zwischen dem Advertiser und dem Influencer ordnungsgemäß zustande gekommen.

(4) Der Anbieter erhält pro Vermittlung eine Provision, unabhängig davon, wie häufig der einzelne Influencer den Dienst des Anbieters in Anspruch nimmt.

§ 7 Abrechnung

(1) Der Anbieter erstellt bis zum 15. eines jeden Monats eine Abrechnung über die gemäß § 6 dieser Nutzungsbedingungen an den Anbieter abzuführenden Provisionszahlungen. Der Provisionsanspruch wird mit dem Ende jeder einzelnen Kampagne sofort fällig. Dauert die jeweilige Kampagne länger als einen Monat, wird der Provisionsanspruch mit Rechnungsstellung fällig.

(2) Insofern der Advertiser der Abrechnung innerhalb von 14 Tagen nach deren Zugang nicht widerspricht, gilt diese als genehmigt.

(3) Der Anbieter stellt dem Advertiser die Möglichkeit der Einsichtnahme für die vermittelten Influencernachweise auf dem Portal im geschützten Administrationsbereich für Advertiser zur Verfügung.

(4) Der Advertiser hat dem Anbieter auf dessen Anfrage hin zum Zwecke der Überprüfung der Richtigkeit der Abrechnung Einsicht in die Abrechnungsunterlagen zu gewähren. Der Advertiser kann darauf bestehen, dass die Einsichtnahme nicht durch den Anbieter selbst, sondern durch eine zur Verschwiegenheit verpflichtete Person (z.B. Rechtsanwalt, Steuerberater) erfolgt. Die Kosten der Inanspruchnahme dieser Person hat der Anbieter zu zahlen, wenn der ursprüngliche Abrechnungsbetrag mehr als 5 Prozent unter dem im Rahmen der Einsichtnahme ermittelten Betrag liegt. Ansonsten hat der Advertiser die Kosten der Inanspruchnahme zu tragen.

§ 8 Nutzungsrechte

(1) Der Anbieter ist berechtigt, den Advertiser auf dem Portal sowie ggf. in Broschüren, Präsentationen, etc. zu benennen und zu bewerben. Zu diesem Zweck überträgt der Advertiser dem Anbieter das nicht ausschließliche, übertragbare, zeitlich entsprechend der Laufzeit dieses Vertrages begrenzte Recht zur Nutzung des Namens entsprechender Marken sowie an sämtlichen Inhalten des Advertiser, die dieser dem Anbieter übermittelt.

(2) Die Nutzung der Marken, Kennzeichen, Logos oder ähnlichem des Anbieters ist dem Advertiser nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung gestattet.

§ 9 Haftung

(1) Für andere als durch Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit entstehende Schäden haftet der Anbieter lediglich, soweit diese auf vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Handeln oder auf schuldhafter Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht durch den Anbieter, dessen Mitarbeiter oder dessen Erfüllungsgehilfen beruhen. Dies gilt auch für Schäden aus der Verletzung von Pflichten bei Vertragsverhandlungen sowie aus der Vornahme von unerlaubten Handlungen. Eine darüber hinausgehende Haftung auf Schadensersatz ist ausgeschlossen.

(2) Die Haftung ist außer bei vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten, der Verletzung einer Kardinalspflicht oder der Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit durch den Anbieter, dessen Mitarbeiter oder dessen Erfüllungsgehilfen auf die bei Vertragsschluss typischerweise vorhersehbaren Schäden und im Übrigen der Höhe nach auf die vertragstypischen Durchschnittsschäden begrenzt, höchstens jedoch auf die durchschnittliche Vermittlungsprovision nach §§ 6 und 7 dieser Nutzungsbedingungen eines halben Jahres. Dies gilt auch für mittelbare Schäden, insbesondere entgangenen Gewinn.

(3) Die Bestimmungen des Produkthaftungsgesetzes bleiben unberührt.

§ 10 Freistellung

Werden durch Dritte Ansprüche im Zusammenhang mit dieser Vereinbarung gegenüber dem Anbieter geltend gemacht, die auf den Advertiser zurückzuführen sind, so verpflichtet sich der Advertiser zur vollständigen und unverzüglichen Freistellung des Anbieters von solchen Ansprüchen. Dies gilt nicht, wenn die Ansprüche Dritter auf einem Fehler beruhen, den der Anbieter gegenüber dem Advertiser arglistig verschwiegen hat.

§ 11 Vertragsstrafe

(1) Für jeden Fall der Zuwiderhandlung gegen die Regelungen von § 5 Abs. 8 dieser Nutzungsbedingungen vereinbaren der Anbieter und der Advertiser eine Vertragsstrafe in Höhe von 25.000,00 Euro pro Fall.

(2) Es ist unerheblich, ob die Zuwiderhandlung durch den Advertiser selbst oder durch einen vom Advertiser beauftragten Dritten erfolgt.

§ 12 Vertragslaufzeit / Kündigung

(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen.

(2) Jede Partei kann den Vertrag jederzeit kündigen. Für den Fall, dass der Advertiser zum Zeitpunkt des Ausspruchs der Kündigung die kostenpflichtige Medium- oder Premiumvariante gewählt hat, wird die Kündigung zu dem Zeitpunkt wirksam, an dem die kostenpflichtige Medium- oder Premiumvariante abläuft.

(3) Der Provisionsanspruch, der vor der Kündigung entsteht, bleibt von der Kündigung unberührt. Entscheidend für die Entstehung des Provisionsanspruchs ist dabei die Beauftragung des Influencers über das Portal des Anbieters.

(4) Der Advertiser verpflichtet sich, die bis zur Kündigung übermittelten Kampagnen ordnungsgemäß zu erfüllen.

§ 13 Sonstiges

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Unberührt bleiben zwingende Bestimmungen des Staates, in dem der Advertiser seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

(2) Gerichtsstand für die sich aus diesem Vertrag ergebenden Streitigkeiten ist der Sitz des Anbieters.

(3) Änderungen dieser Nutzungsbedingungen sind jederzeit möglich und werden unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen angekündigt. Sie werden unter Hinweis auf das außerordentliche Kündigungsrecht per E-Mail und über das System auf dem Portal im geschützten Administrationsbereich für Advertiser zugänglich gemacht.

(4) Erfolgt kein ausdrücklicher schriftlicher Widerspruch innerhalb der Ankündigungsfrist, gelten die neuen Nutzungsbedingungen als genehmigt.

(5) Erfolgt ein ausdrücklicher, schriftlicher Widerspruch, so gilt das Vertragsverhältnis als gekündigt i.S.d. § 12 dieser Nutzungsbedingungen.

§ 14 Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen dieser Nutzungsbedingungen unwirksam sein oder den gesetzlichen Regelungen widersprechen, so werden hierdurch Nutzungsbedingungen im Übrigen nicht berührt. Die unwirksame Bestimmung ist in diesem Fall durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen und rechtlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt. Gleiches gilt für das Schließen einer Regelungslücke.